ökologische Landwirtschaft

Im Einklang mit Mensch und Natur: ökologische Landwirtschaft

„Öko“ hat Zukunft: Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt und damit auch die Größe der ökologisch bewirtschafteten Fläche. Ökolandwirte verzichten auf Höchsterträge – zugunsten einer umweltschonenden Produktion. Um natürliche Ressourcen möglichst effizient zu nutzen, setzen sie auf einen weitgehend geschlossenen Nährstoffkreislauf innerhalb ihrer Betriebe. Möglichst wenig Dünge- und Futtermittel werden zugekauft – das hält auch den Energieverbrauch niedrig.

Synthetischer Stickstoffdünger ist im Biolandbau ebenso verboten wie der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Unkraut wird mechanisch bekämpft, was jedoch keineswegs einen Rückschritt in die „alte Zeit“ bedeutet: Auch die ökologische Landwirtschaft nutzt modernste Technik. Zugleich setzt man auf bewährte Methoden: Intelligente Fruchtfolgen verhindern massenhafte Schädlingsvermehrung, der Anbau standortangepasster Sorten beugt Pflanzenkrankheiten vor. Idealerweise düngt der Biobauer mit hofeigener Gülle, Mist oder Kompost. Müssen dennoch Düngemittel zugekauft werden, darf es ausschließlich Naturdünger sein. Diese Strategie kommt nicht zuletzt der Bodenfruchtbarkeit zugute: Ökoflächen weisen einen deutlich höheren Humusgehalt auf, als konventionell bewirtschaftete Böden.

Auch für die Tierhaltung gelten strenge Vorschriften. Der Einsatz von Leistungsförderern ist verboten, artgerechte Haltung ein Muss. Und ein Grundsatz zieht sich durch alle Bereiche der ökologischen Landwirtschaft: Gentechnik ist absolut tabu. Zahlreiche Studien belegen die hohe Qualität biologisch erzeugter Produkte. Das betrifft sowohl den Geschmack, als auch die Inhaltsstoffe. Doch „Öko“ ist noch lange nicht gleich „Öko“. Während die EG-Öko-Verordnung lediglich Mindeststandards festsetzt, bürgen die Siegel der Öko-Anbauverbände für strengere Regeln und Kontrollen.


Posted on : Apr 19 2009
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